Wir ernten, was wir säen

Der tägliche Stoiker vom 27.10.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Verbrechen kehren häufig zu ihrem Lehrer zurück.“
Seneca, Thyestes, 311

Das Holiday Seneca selber als Beispiel bringt ist zwar nicht ganz ohne Ironie, aber doch unpassend. Denn Seneca wird dem berühmt-berüchtigten Kaiser wohl kaum psychische Störungen, noch kaltblütigen Machthunger beigebracht haben. Das Seneca, aus welchen Gründen auch immer, auch nach dem Ende seiner Lehrtätigkeit im Machtdunst des Imperators blieb wurde ihm allerdings zum Verhängnis.
Doch negative Verhaltensweisen, ob Verbrechen oder „nur“ fragwürdiges Handeln, können sehr wohl auf einen zurückfallen. Direkt wie indirekt. Wer betrügt braucht sich nicht wundern wenn er selbst einmal übers Ohr gehauen wird. Das kann man auch Karma nennen. Oder das man die Folgen seines Handelns zu spüren bekommt.
Holidays Beispiel über die Erziehung finde ich da bei ihm schon passender. Was man seinen Kindern vorlebt und wie man sie erzieht, kann durchaus ganz direkt auf einen zurückfallen. Und auch welches Beispiel man im Freundes-, Bekannten-, und auch Arbeitskreis gibt kann auf einen zurück wirken. Nur allzu menschlich gefragt: Wen diese Person sich so verhält, warum sollte ich das nicht auch? Oder: Wie du mir, so ich dir. Wie leicht und schnell verhält sich doch der Mensch auch so.
Wie im Einzeln so auch im Größerem: Dieses Zitat passt ebenso auf Gesellschaften wie die ganze Menschheit.
Frank, Polyblob

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