Vier Gewohnheiten des stoischen Denkens

Der tägliche Stoiker vom 18.11.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Unser vernunftbegabtes Wesen kann sich frei entfalten wenn: es nichts Falsches oder Unklares akzeptiert; seine Impulse auf Taten für das Allgemeinwohl richtet; seine Wünsche und Abneigungen auf das beschränkt, was in seiner Macht liegt; alles akzeptiert was in ihm von Natur aus zugewiesen ist.“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 8.7

Aus einem Fohlen wird kein Elefant, und wenn es noch so gern‘ einen Rüssel hätt‘. Das Elefantsein liegt nicht in seiner Natur und Neid auf den Elefanten wäre unnatürlich. Das heist jetzt für den Menschen nicht, das er sich nicht verändern kann. Oder zu Ungeahntem fähig ist. Doch manches liegt nun außerhalb der Macht seiner Möglichkeiten, beziehungsweise seiner Abneigungen und Wünsche. Dies für sich selbst festzustellen ist eine der Künste des Lebens.
Es wird gesagt das jeder seine eigene Wahrheit hat. Das stimmt. Und stimmt nicht. Den meistens sind es die Sichtweisen des Einzelnen auf Ereignisse und Tatsachen, beeinflusst von den eigenen Werten und Überzeugungen, wie auch von Wissen, was einem als wahr erscheint. Doch jenseits dieses individuellen Blickwinkels, gibt es Wahrheit. Und es gibt Unwissen, Falschheit und, mitunter beabsichtigte, Ungenauigkeit. Manches davon muss man tolerieren (im Sinne von Aushalten können), doch niemals akzeptieren (also für sich annehmen) und den eigenen Möglichkeiten, wie auch den gegebenen Umständen entsprechend, entgegen wirken.
Impulse auf Taten auf das Allgemeinwohl richten. Hier kann ich konkreter und nicht auf das Ganze blickend antworten. Denn die drei vorherigen Punkte waren ja umfassender, wie hätte ich da konkreter werden können ohne den Rahmen zu sprengen? Für das Allgemeinwohl tätig werden kann sehr viele Formen haben. Für mich bedeutet es nicht nur eine entsprechende Einstellung zu haben und diese im Alltag durch mein Verhalten zu leben (und wenn es nur den eigenen Müll nicht rumliegen lassen ist – so als kleines Beispiel alltäglichen Verhaltens), sondern auch aktiver zu werden. Schon lange überlege ich immer wieder welche Art von Ehrenamt ich am besten ausfüllen und gestalten könnte. So langsam wird es Zeit. Spätestens zur Freiwilligenmesse im Januar soll es soweit sein. Kein großes Ding angesichts von zehntausenden ehrenamtlichen Freiwilligen in dieser Gesellschaft, nicht wahr?
Frank, Polyblob

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