Sentenzen von drei weisen Männern

Der tägliche Stoiker vom 19.11.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Was uns auch bevorsteht, wir sollten drei Überlegungen bereithalten:
‚Führe mich, Gott, und du, Schicksal, zu dem für mich schon lange festgelegten Ziel. Ich werde euch folgen und nicht zögern; selbst wenn mein Wille schwach ist, werde ich weitermarschieren.‘
Kleanthes
‚Wer das Notwendige erfasst, gilt als weise und ist erfahren in göttlichen Dingen.‘
Euripides
‚Wenn es den Göttern gefällt, dann sei es so. Sie können mich töten, aber schaden können sie mir nicht.‘
Platons Apologie und Kriton
Zusammengetragen von
Epiktet, Enschiridion, 53

3 Weisheiten von Epiktet zusammengestellt und von Holiday als „Nichts geschieht ohne Grund“ kommentiert. Was mir nicht wirklich weiterhilft diesmal. Liegt vielleicht daran das ich Atheist bin. Und mir momentan nicht viel an Theorie gelegen ist. Allerdings schreibe ich nicht einfach ab, nur um mein Tagessoll zu haben. Liegt nicht im Sinn der Sache. Aber mal sehen, die gedankliche Herausforderung bei Texten mit denen man auf Anhieb nichts anfangen kann, ist ja herausfordernder und bringt einen manchmal weiter als mit Texten bei denen man sofort Verständnis hat oder auch mit denen man übereinstimmt.

„Ein Stoiker geht seinen Weg zu seinem Ziel. Was auch geschehen mag an Ereignissen auf die er keinen Einfluss hat, auch wenn es schwierig wird, also so richtig schwierig, so geht er doch seinen Weg. Selbst wenn der Mut ihn verzagen will, Schritt um Schritt wird vorangesetzt.
Mögen andere ihre Kraft im Schneidersitz hockend, ‚Om, Shaka, Om‘ murmelnd, beim meditieren gewinnen und ihren Weg finden. Wenn es ihnen hilft, so ist es gut für sie. Ich wiederum gehe meinen Weg. Und wenn ich zum erreichen meines Zieles durch Scheiße schwimmen muss. So sei es.
Auch wenn mir Kraft und Mut schwinden mag, wenn ich mir vorkommen mag ich sei am absaufen, so kraule ich weiter.
So sei es.
Wenn es mir möglich wird alles zu beachten und bedenken was menschenmöglich und notwendig ist zu erfassen, dann wird der Erfolg, das Erreichen des Zieles, nur noch beeinflusst von Kräften welche außerhalb meiner Macht und Möglichkeit liegen.
So soll es sein.
Achtsam für mich gelebt, werde auch ich eines Tages sterben. Doch soll mir dies kein Schaden sein, denn ich war nicht nur am Leben, ich lebte und füllte mein Leben aus. Mehr war nicht möglich.
So wird es sein“
Frank Leuthardt

Das Gebet, das Mantra, eines Stoikers und Atheisten. Wer braucht schon Gott und Götter, Teufel, Titanen, Naturgeister und externe spirituelle Kräfte wenn alles Gute und Schlechte, alle Persönlichkeitsanteile, alle Seelensplitter, alles was und wie ein Mensch sein kann, in einem selbst liegt?
Frank, Polyblob

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