Verkaufe dich nicht zu billig

Der tägliche Stoiker vom 10.12.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Ich sage, lass niemanden auch nur einen Tag von mir rauben, der mich nicht für den Verlust voll entlohnt.“
Seneca, Von der Ruhe des Gemüts, 1.11b

Das mag jetzt auf Anhieb ziemlich materialistisch klingen, zumal dieser Satz von einem römischen Senator stammt. Ein römischer Philosoph hatte damit sicherlich nicht Gott Mammon im Sinne. Seneca war beides.
Ich verschwende nicht meine Zeit, noch lasse ich sie mir verschwenden. Nicht von etwas; noch von Menschen, welche weder mich noch sich selbst soweit achten das sie an irgendeine Form von Kommunikation oder Austausch interessiert sind und sich eigentlich nicht mal für das interessieren was sie loswerden wollen.
‚Das Leben ist ein geben und nehmen‘ heist es. Genauso gut könnte der Satz auch lauten ‚Das Leben ist ein geben und bekommen‘. Was bekomme ich im Austausch für meine Lebenszeit die ich diesem oder jenem gebe? Wenn nichts, rein gar nichts auf irgendeiner Ebene zurückkommt: das bringt mir doch nichts. Es kostet mich nur Lebenszeit, welche ich anders auch besser erfüllen hätte können. Damit meine ich noch nicht mal das ich persönlich „entlohnt“ werde. Wenn ich zu jemanden selbstlos bin und dadurch für andere ein Beispiel gebe, dann habe ich davon nichts. Aber andere vielleicht schon. Ein kleiner Teil der Gesellschaft – zugegeben ein sehr, sehr kleiner Teil – ändert vielleicht seine Einstellung zum Mitmenschen, zum Rest der Gesellschaft, zum Leben. Vielleicht nur für einen Moment oder diesen Tag, vielleicht auch etwas länger. Wer weis? Sowas ist kein Verlust. Es ist eine Investition.
Frank, Polyblob

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