Unsere Wünsche an die Zukunft knüpfen

Der tägliche Stoiker vom 2.11.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Doch ich bin zu keiner Zeit in meinem freien Willen eingeschränkt gewesen, noch gezwungen worden. Wie ist das möglich? Ich habe meine Entscheidung daran gebunden, nach dem Willen Gottes zu handeln. Wenn Gott will, das ich krank bin, ist dies mein Wille. Wenn er will, das ich mich für etwas entscheide, so tue ich es. Wenn er will, dass ich etwas erreiche oder mir etwas gegeben wird – dann wünsche ich das auch. Was Gott nicht will, das wünsche ich auch nicht.“
Epiktet, Lehrgespräche, 4.1.89

Wozu braucht es Gott oder Götter wenn mir meine Natur in Form meines Körpers und meine Vernunft mir sagt das ich besser eine Erkrankung auskuriere als das Risiko einzugehen sie zu verschleppen? Das würde doch nur zu größerem Schmerz und Leid führen.
Doch gut das Holiday ein Beispiel für seine Interpretation brachte, die mir weiterhalf. Peinlicherweise hätte ich da auch selber draufkommen können, den die Geschichte ist mir sehr wohl bekannt, doch sah ich die Verbindung nicht und erinnerte mich auch nicht dem einst gelesenem.
Am Vorabend der Operation Oberlord, der Landung der allierten Streitkräfte in der Normandie, schrieb General Eisenhower als Oberkomanndierender zwei Briefe. Einen im Falle eines Scheiterns. Einen anderen, welchen er auch abschickte, an seine Frau. Darin schrieb er das alles durchdacht, vorbereitet und geübt wurde was nur möglich und planbar war. Er schrieb darüber das dieses Gelingen der Operation nun in den Händen der Götter ist.
Ihm war bewußt: es kann zuviel passieren auf dem Schlachtfeldern des nächsten, des längsten Tages, als das es sicher gewesen wäre wie dieser Tag endet; wer den Sieg erringt.
Man kann vorbereitet sein, so gut man will. Es gibt Mächte welche höher sind und einen nicht kalkulierbaren Einfluß haben.
Man kann es (Kriegs)Glück nennen. Ein anderes Wort für Glück ist Fortune, nach der antiken Göttin des Glückes. Womit wir wieder bei den Göttern wären.
Man kann es als eine Wahrscheinlichkeitsrechnung mit einer unbekannten Menge unbeeinflussbarer Faktoren bezeichnen.
Nenne es wie du willst.
Frank, Polyblob

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