Sei dankbar

Der tägliche Stoiker vom 29.12.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Bei allem, was wir tun, sollten wir so dankbar wie nur möglich sein. Denn Dankbarkeit ist eine gute Sache, wohingegen Gerechtigkeit es eher nicht ist, da sie im Allgemeinen gilt. Dankbarkeit zahlt sich in großen Maße aus.“
Seneca, Moralische Briefe, 81.19

Wem Dankbarkeit zuteil wurde, ist auch selber dankbar. Dankbarkeit mag sich auch so vermehren und verteilen. Doch das zählt auch für Gerechtigkeit. Gerechtes handeln fängt ebenfalls bei einem selbst an und es betrifft sehr wohl auch den einzelnen Menschen. Dankbar kann man aber auch sein ohne den Gerechtigkeitssinn. Was nicht gleichbedeutend ist das man in seiner Dankbarkeit ungerecht ist. Man kann sich auch dankbar und erkenntlich zeigen, auch wenn einem die entsprechende Person aus gutem Grund gegen den Strich geht. Für eine besondere Handlung dieser Person, anderen oder vielleicht auch einem selbst gegenüber. Erst recht zählt Dankbarkeit im menschlichen alltäglichen Miteinander. Einfach so mal die Tür aufhalten, sich bedanken wenn einem selber ein wenig weitergeholfen wurde oder wenn man gar nicht aussergewöhnlich, sondern ganz normal bedient wurde in einem Restaurant oder Geschäft. Das ist ehrliche Dankbarkeit, praktisch im vorbeigehen. So gesehen kann man sogar „Danke“ sagen wenn es eher eine unehrfreuliche Begegnung war. Immerhin ist auch dies ein kleine Lehre im menschlichen. Wohl keine besonders positive, aber ebenfalls eine Erfahrung.
Frank, Polyblob

P.S.: Ziemlich viele Wiederholungen des Wortes ‚Dankbarkeit‘ in meinem Kommentar, doch interessanterweise hat auch Onkel Duden nicht viele passende Synonyme für dieses Wort parat.

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