Schwer verständlich, so manche Menschen

Was es manchmal an Äußerungen zu hören oder lesen gibt; da ist es wirklich nicht einfach ruhig zu bleiben. Oder ich bin einfach baff jenes wirklich gerade mitbekommen zu haben.

Wie jetzt auch mit dem Christchurch-Anschlag. Ein guter alter Freund schreibt mir wie fassungslos er ist und um seine inneren Ruhe ringt, nachdem er mitbekommen hat, er kennt Menschen die sich dieses Video angeschaut haben, welches der Attentäter online stellte. Oder mir erzählt ein Kollege, wie ein Bekannter sich ihm gegenüber so äußerte ‚Jetzt wissen diese Moslems auch mal wie das ist mit den Terroranschlägen‘. Mein Kollege hat sich ebenfalls gefragt was des jetzt nun soll.

Es gibt Filme mit Momenten, bei denen man sich fragt „Habe ich das jetzt wirklich gesehen?“. Wie damals bei Story of Ricky. Hab noch die VHS zurückgespult um den Schmarrn nochmals zu sehen. Aber das sind Filme. Mindestens nicht real und selbst wenn das Gezeigte auf realen Ereignissen und Geschehnissen beruht, so ist es doch eine nachgestellte Darstellung dessen.
Wenn mir sowas in der Realität passiert, frage ich mich manchmal schon ob ich und die andere Person tatsächlich in der selben Welt leben. Irgendwie kaum fassbar was manche so von sich geben. Ich komme nicht darauf wie man nur so sein kann, wie offensichtlich diese andere Person tickt. Mitunter entzieht es sich meiner Menschenkenntis.
Persönlich bin ich der Überzeugung, auf andere Menschen herabblicken ist schon ein kleiner Schritt in Richtung Faschismus und Rassismus. Sich anderen dadurch indirekt überlegen fühlen. Naja, nicht unbedingt ein Schritt wie bei einen Weg beschreiten. Eher wie eine Skala, waagerecht gesehen auf dem Endpunkt der einen Hälfte: absolute Unterlegenheit, auf entgegengesetzten Seite: Überlegenheit, exakt in der Mitte: Gleichwertigkeit. So ist dies herabschauen auf andere eine Messeinheit ins Ungleichgewicht. Ins Ungerechte.
Ich schätze mich selbst als ein Mensch ein, welcher andere Menschen grundsätzlich als gleichwertig ansieht. Ungeachtet ihres Geschlechts, Hautfarbe, Herkunft, sozialen Ranges, politischen Ansichten oder sonstiger „Kategorien“.
Zynismus und Sarkasmus sind mir eher Werkzeuge und Ventile um mit bestimmten Situationen oder Gegebenheiten umzugehen.
Aber in manchen Momenten, bei manchen Mitmenschen – welche in der Regel ganz normal und gesellschaftlich geradezu unverdächtig erscheinen -, die machen es mir verdammt schwer sie nicht als Abschaum zu betrachten.

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