Nachlese im Sozialem

Der Sonntag nach der Bluttat erscheint fast normal. Im englischen Garten ist es ein wenig ruhiger wie an anderen Tagen mit solchen Wetter. Laut Nachrichten spielt sich das übliche soziale menschliche Programm ab. Womit ich jetzt die Gaffer meine. Die Schaulustigen die zum Ort des Geschehens pilgern um dort zu sein wo ‚es‘ passierte und ihre Art von Urlaubsselfies machen. Perverserweise wie ich finde. Dazu Salesorger, ach nee: sie würden sich wohl eher Seelsorger nennen, die mehr am Verkauf ihrer Religion oder esoterischen Überzeugungen interessiert sind als an echter Sorge und Mitgefühl zu den Überlebenden und Betroffenen.

Auch echte Kriseninterventionskräfte sind vor Ort und kümmern sich um jene die aus echten Empfinden anwesend sind.

Wie ich heute früh am Montag über das Radio erfuhr gab es gestern Abend eine Mahnwache am Tatort. Das empfinde ich als tatsächliches Zeichen von Mitgefühl; von „Wir stehen zusammen“.

 

Orthographische und grammatikalische Fehler bitte ich zu entschuldigen.

Comments

  1. Es sind zwei Aspekte, die die Menschen zum Ort des Schreckens führen. Einerseits die Faszination des Grauen. Das eiskalte Grauen, noch einmal davon gekommen zu sein und froh darüber, dass das Schicksal es mit einem gut gemeint hat.

    Zum anderen aber auch die Verbundenheit mit den tatsächlichen Opfern.

    Ich zweifle nicht an diesen ehrlichen Gefühlen. Finde es als einen menschlichen Zug so zu denken und zu fühlen. Einerseits bin ich natürlich froh darüber, nicht am falschen Ort zur falschen Zeit dort am Ort des Schreckens da gewesen zu sein. Aber andererseits gehört mein aufrichtiges Mitgefühl den Menschen, die tatsächlich ihr Leben verloren haben oder ihre Angehören.

    Nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich diese Gefühle habe, ohne zum Schreckensort hinzu pilgern. Für mich persönlich reicht es, wenn ich in Gedanken bei diesen Menschen bin, die traumatisiert sind und jetzt sehr viel Trost und Liebe benötigen.

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