Habe kein Mitleid mit bedeutungslosen Dingen

Der tägliche Stoiker vom 3.1.2018
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Wie viele haben dein Leben vergeudet, ohne dass du dir bewusst warst, wie viel du verlierst. Wie viel hast du auf sinnlosen Kummer, haltlose Freude, gieriges Verlangen oder gesellschaftliche Vergnügungen verschwendet – wie wenig von dir selbst ist dabei übrig geblieben. Du wirst erkennen, dass du vor deiner Zeit stirbst.“
Seneca, Über die Kürze des Lebens, 3.3b

Kummer, Freude, Verlangen, Gesellschaft, Vergnügungen. All dies hat seinen Platz und seine Berechtigung. Zumindest sollte es so sein. Der Punkt liegt mehr in den Wurzeln dessen, was Seneca aufzählt: Ist der Kummer wirklich berechtigt oder mache ich mir umsonst Sorgen? Auf welcher Ebene spielen sich überhaupt diese ganzen Emotionen ab? Freue ich mich für einen anderen Menschen oder über mich selbst oder ist es niederträchtige – also auf einer niedrigen, einer tiefen Stufe – Schadenfreude? 
Oft genug geht es nicht um das Was ich mache oder fühle, sondern um das Warum.
Die Lebenszeit ist nicht unendlich. Was zählt ist wie ich sie verbringe. Was mir und anderen tatsächlich gut tut. Wenn ich sie aus niedrigen Gründen vergeude, was hatte es für einen Sinn und was habe ich aus mir gemacht? Mit wem habe ich meine Zeit verbracht? Wem habe ich sie geschenkt und an wen verschenkt?
Frank, Polyblob

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