Friseur auf französisch

Der französische Präsident Hollande soll sich seit seinem Amtsantritt 2012 einen persönlichen Coiffeur als Friseur für 10.000€ pro Monat leisten. Also eigentlich leistet sich das ja der Staat Frankreich. Wobei solche Ausgaben für ein sich selbst als `Die Große Nation´ titulierendes Volk ja ein Klacks sein dürfte. Für den Lohn muss er Le Presidente allerdings auch überall hin begleiten, stets erreichbar und verschwiegen sein.

Eine ähnliche Berufung mit vergleichbaren Anforderungen nannte man in früheren Zeiten Mätresse. Gut, jene bekamen mitunter auch Ländereien oder auch hier und da ein kleines Schlösschen zur Entlohnung für ihre beratenden und beiliegenden Tätigkeiten. Gewissermaßen ist der Friseur fürs Haupthaar, wovon ich jetzt mal ausgehe das er dafür zuständig ist, direkt günstig zu haben.

Aber die Zeiten haben sich ja auch geändert. Heutzutage kann man den Staat (auch wenn man sich immer noch irgendwie dafür halten mag eventuell) nicht einfach so nebenbei ein wenig in den Ruin treiben für ein paar Spiegelwände in einem großen Raum. Oder ein Traumschloss auf einem kahlen Berggipfel. Auch Kriege müssen in diesen kalten spirituell armen Zeiten gegenüber dem Pöbel, also dem einfachen Volke, besser begründet werden als mit „Gott will es!“.

Aber doch auch ein wenig tröstlich wenn ein Hauch vom alten glorreichen imposanten Absolutismus in den modernen trögen Demokratien weht. Sollte vielleicht öfters vorkommen. Damit man direkt vergleichen kann was man hatte, was man hat und was man haben könnte. Live und in UltraHD-3D sozusagen.

 

Nach einer Kurznachricht der tz, deren Quelle die französische Zeitung Le  Canard ist. Ein Satiremagazin, wenn ich nicht irre. Von daher bin ich mir über die Ernsthaftigkeit der Nachricht nicht so sicher.

 

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