Eine andere Art zu bitten

Der tägliche Stoiker vom 14.9.
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Versuch einmal, auf andere Weise zu bitten und schau, was dann passiert – anstatt nach einem Weg zu suchen, wie du die Frau in dein Bett bekommst, bitte nach einem Weg, wie du aufhören kannst, Verlangen nach ihr zu verspüren. Anstatt nach einer Lösung zu suchen, wie du jemanden loswirst, bitte nach einer Lösung, wie du aufhören kannst, dich nach seinem Verschwinden zu sehnen. Anstatt nach einem Weg zu suchen, wie du dein Kind nicht verlierst, suche nach einem Weg, die Angst zu verlieren.“

Sich was hinfort wünschen oder zu einem hin. Was behalten oder entschwinden lassen. Warum ist das so? Weshalb ‚tickt‘ man so? Ein philosophischer Mensch sollte nicht nur danach fragen und nach Wissen suchen um seine Weisheiten daraus zu ziehen wie und warum der Mensch, die Erde, das Universum und der ganze Rest so ticken wie sie ticken, sondern und ganz besonders sich selbst. Warum will ich das eine und das andere nicht. Woher kommen meine Sehnsüchte, meine Hoffnungen, meine Ängste? Lass ich mich von ihnen leiten oder sollte ich nicht viel mehr Herr meiner Sinne sein? Was ist des Pudels Kern? Und wie werde ich ihn los, falls nötig?
Frank, Polyblob

Comments

  1. Ein selbstkasteiender Ansatz, der mit höchster Brutalität gegen einen selbst wirkt. Grundsätzlich gilt doch: das was ich bekämpfe, kann nicht weg, weil die Energie einfach zu gross Ist, was beim Akt des Bekämpfens entfacht wird.

    Warum soll der Mensch die Sehnsucht in sich killen?

    Viel wichtiger wäre die Sehnsucht nach einer Frau sich genau anzusehen ohne sie zu verurteilen. Sie anzunehmen. Genauso die Angst, die Kinder zu verlieren. Ich Stimme dem Stoiker völlig zu, dass nicht die Kinder geklammert werden sollen. Jedoch die Angst um sie zu negieren macht es nicht besser.

    Sich der Angst bewusst zu werden. Sie liebevoll anzunehmen. Das ist ein viel gütiger und erfolgversprechender Weg.

    1. Wenn du nachsinnen solltest warum du so allergisch auf diesen Stoiker reagierst, du kommst zu dem Schluss das du diese Reaktion verringern oder vielleicht ganz auflösen willst, gehst diesen Kampf auch an, dann bist du bei dem Kern dieser stoischen Weisheit. So verstehe ich dieses Zitat.

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