Du wirst schon drüber hinwegkommen

Der tägliche Stoiker vom 29.11.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Jammere nicht und rege dich nicht auf.“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 7.43

Jammern? Jammern wäre für mich eine Art von Schauspiel. Und Schauspielerei, anderen Menschen oder sich selbst etwas vormachen; das behagt mir grundsätzlich nicht.
Mit dem aufregen ist es dann wieder etwas anderes. Ich bin nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, doch manchmal läuft etwas in meinem Kopf in Dauerrotation und es fällt mir schwer mich nicht über dieses Thema aufzuregen. Geschweige denn eine Pause in diesen Gedankengängen zu finden, welche ja stets an die Gefühle geknüpft sind.
Meilenstiefelweit bin ich dann entfernt von einem Ideal eines Stoikers; einer Stoa, der Säulenhalle, fest in sich ruhend und gerade dadurch in Bewegung. Ich bin dann eher wie der Turm in dem alten Home Computer und PC Spiel ‚Battle Chess‘. Äußerlich merkt man mir bestimmt ein wenig was an, innerlich bin ich mitunter wie ein marschierender Steingolem mit rotglühenden Augen der auf gegnerische Schachfiguren zustampft, sie in das Spielbrett klopft, zertritt oder gleich frißt. Und im Grunde deshalb deshalb so unflexibel, verharrend und ortsgebunden ist wie ein Schachbrett auf dem gerade eine Partie gespielt wird.
Es ist verdammt schwierig aus dieser emotionalen Gedankenschleife rauszukommen. Einem selbst einen anderen Drall geben. Die Dinge aus einem anderem Blickwinkel betrachten, die Sichtweite erhöhen, zu einer besseren Vorgehensweise finden und das Geschehene endgültig hinter sich lassen.
Man findet immer etwas um sich zu verbessern.
Manchmal steht man erst am Anfang, kurz nach den ersten Zügen.
Oder sogar vor dem Aufbau.
Frank, Polyblob

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