Die Quelle deiner Ängste

Der tägliche Stoiker vom 3.2.2018
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Wenn ich einen ängstlichen Menschen sehe, frage ich mich. was will diese Person? Denn wenn sie nicht etwas wollte, was außerhalb ihrer persönlichen Macht ist, warum sollte sie dann ängstlich sein?“
Epiktet, Lehrgespräche, 2.13.1

Wann habe ich Angst? Vor was fürchte ich mich? Vor dem was kommen mag, und was ich negativ bewerte. So manches mag ich beeinflußen können, doch vieles liegt außerhalb meiner Macht.
Holiday hat ein paar gute Beispiele dafür gebracht. Eins finde ich besonders gut und möchte es ein wenig ausführen.
Mütter wie Väter wollen das ihre Kinder wohlbehalten aufwachsen und das ihnen auch in ihrem späteren Leben nichts Schlimmes widerfährt. Schnell kann aus diesem Wunsch die Befürchtung entstehen das dem Kind etwas zustößt. Was zu der Angst führen kann das dem Kind etwas passieren wird. Besonders ein junger Mensch wie ein Kind braucht Freiraum um sich entwickeln zu können, um heranzureifen. Dieser Freiraum ist gleichbedeutend mit Kontroll- und Machtverlust der Eltern. Man kann noch so gewissenhaft und liebevoll erziehen und aufpassen, wenn das Kind mit Freunden unterwegs ist und rumtollt, dann kann es auch fallen und sich ein Bein brechen. Kinder spielen auch mal alleine in ihrem Zimmer. Eltern können noch so achtsam sein, auch dort in seinen eigenen vier Wänden kann sich ein Kind verletzten.
Man kann als Elternteil noch so sehr wollen, das dem Kind nichts Schlechtes passiert, man braucht sich nicht davor fürchten und Ängste entwickeln mit denen man sich selbst und möglicherweise sogar das Kind schädigt, denn es liegt außerhalb der eigenen Macht dies absolut zu 100% zu verhindern.
Frank, Polyblob

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