Die grosse Parade des Verlangens

Der tägliche Stoiker vom 20.2.2018
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Räuber, Perverse, Mörder und Tyrannen – eure sogenannten Freuden sollen helfen, euch zu prüfen!“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 6.34

Wie frei ist ein Tyrann, wenn er sich stets um seine Macht und sein Leben sorgt? Stalin soll so gestorben sein wie es ihm geschah weil ihm niemand wagte ihn in seinem Todeskampf zu Hilfe zu eilen. Aus Angst etwas falsch zu machen, ihn schwach und hilfsbedürftig zu sehen und deshalb seine Rache fürchtend. Paranoid soll er gewesen sein. Stets befürchtend das ein Anderer seine Stelle einnimmt und ihn beseitigt. So wie Stalin es selbst tat. Wieviel Freude mag er sein Leben lang genossen haben? Von seinen Ängsten und seinem Machthunger getrieben?
Ein Pate der Mafia, der sich Jahrzehnte in einem Erdloch versteckt und doch erwischt wird. Wie frei und mächtig war er denn?
Ein Perverser wird einzig von seinen Trieben geleitet. Sind diese befriedigt, so geht die Sucht nach dem nächstem Höhepunkt gleich wieder los. Wie ein Hamster im Rad drehend, wie sehr kann er wohl Lust genießen?

Durch eigenen Taten beweist man sich.
Und man wird geprüft.
Im Gutem wie im Bösem.
Das Urteil kann sich Zeit lassen.
Verloren ist der Mensch
wenn er es nicht mal merkt.

Frank, Polyblob

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