Der wahre Quell des Bösen

Der tägliche Stoiker vom 24.2.2018
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Denk daran: Nicht derjenige, der es auf dich abgesehen hat und dich angreift, schadet dir – nein, der Schaden entsteht erst dadurch, wie du über diese Misshandlung denkst. Wenn also jemand deinen Ärger hervor ruft, bedenke, dass es deine eigene Meinung ist, die den Ärger entfacht. Stattdessen sollte deine erste Reaktion sein, das du dich von solchen Eindrücken nicht überwältigen lässt, denn mit genug Zeit und Distanz wird Selbstbeherrschung viel einfacher erlangt.“
Epiktet, Enchiridion, 20

Nicht umsonst heist es auch „Das Böse pflanzt sich fort“. Wenn man gleiches mit gleichem vergeltet, wer ist dann besser? Oder der Bösere von beiden?
Das ist bereits die Handlungsebene. Noch davor kommt es darauf an wie ich darüber fühle und denke. Wenn mich jemand dumm anmacht, unverschämt ist, auf Streit aus ist – wie schnell kann ein Wort das andere ergeben. Aus einer Lapallie entwickelt sich handfester Streit durch gegenseitiges hochschaukeln. Nicht weil ich mir ‚das nicht bieten lasse‘, sondern weil ich nicht anders reagiere wie mein Gegenüber. Diese andere Persönlichkeit wird schon ihre Gründe haben warum sie so agiert. Ob mich das tangiert, ist was ganz anderes und liegt bei mir. Ebenso ob und wie meine Reaktion ausfällt ist ganz alleine meine Sache, liegt in meinen Ermessen und unterliegt allein meiner Verantwortung.
Von einer anderen Ebene gesehen: Menschen, welche einem nahe stehen, wünscht man gerne alles Gute. Menschen, die einem, sagen wir mal, nicht ganz so nahe stehen, wünscht man gern weniger Gutes bis ganz Schlechtes.
Mal abgesehen von der spirituellen Sichtweise von negativen Energien und dem volkstümlichen Glaube an den bösen Blick, zeigt sich hier bereits die Quelle des Bösen. So wie Gut und Böse in mir ist, so liegt der Ursprung des Bösen in meinen Bewußtsein und Unterbewußtsein. Durch meine Gedanken und Gefühle lenke ich bereits die Bahnen und beschreite die Straße des Guten und Gerechten oder eben des Bösen und Niederträchtigen. Natürlich ist es zur Tat dann mitunder immer noch ein weiter Weg, doch alleine schon durch meine Einstellung und erst recht durch meine Äußerungen beeinfluße ich sehr wohl meine direkte Umwelt.
Frank, Polyblob

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