Der Schall und Rauch von Mythen

Der tägliche Stoiker vom 25.2.2018
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Halte in Gedanken eine Liste bereit von all denen, die sich vor Wut und Verbitterung verzehren, und seien sie noch so berühmt für ihren Erfolg, ihr Unglück, ihre üblen Taten oder sonstige besondere Auszeichnungen. Dann frage dich: Wie konnte das geschehen? Das sind Schall und Rauch, das Zeug eines simplen Mythos, der eine Legende sein möchte …“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 12.27

Erst hatte ich hier die geringe Problematik das weder Mythen noch Legenden für mich Schall und Rauch sind. Was aber daran liegt das ich mich momentan mit Mythen beschäftige. Holiday half mir mit seinen Kommentar ein wenig auf die Sprünge und eigentlich hätte ich auch von alleine darauf kommen können, wenn ich ein wenig besser und tiefer reflektiert hätte.
Marc Aurel sprach von jenen, welche von ihren Leidenschaften getrieben werden oder diesen hinterherjagen. Alexander der Große gilt als einer der größten Eroberer der Geschichte und wird für die Verbreitung der hellenistischen Kultur gerühmt, sehr wohl auch durch Diplomatie und Verhandlungsgeschick und nicht nur durch Schwert und Feuer. Doch ging es ihm tatsächlich auch um Kultur oder wollte er viel mehr nur die bekannte Welt erobern? War der kulturelle Einfluß, den er ermöglichte, nicht einfach nur ein Nebeneffekt? Ein Kollateralschaden? Oder vielleicht nur aus Machtinteresse benutzt aber nicht der Kultur an sich willen?
So ist es mit manch anderer Lichtgestalt der Geschichte. Für was sie gerühmt werden ist nur ein Schattenwurf von dem was sie eigentlich wollten und begehrten. So ist mehr Schall und Rauch, viel Tamtam und wenig von dem was Substanz hat mit ihnen.
Frank, Polyblob

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