Das verstehe, wer will

Der tägliche Stoiker vom 25.11.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Was mich betrifft, würde ich es vorziehen, krank zu sein, als im Luxus zu leben, denn krank zu sein, schädigt nur den Körper, während Luxus den Körper und die Seele zerstört, er macht den Körper schwach und handlungsunfähig und verursacht in der Seele Kontrollverlust und Feigheit. Außerdem führt Luxus zu Ungerechtigkeit, denn er bringt die Gier hervor.“
Musonius Rufus, Vorträge, 20.65.14-17

Armut allein macht auch nicht glücklich. Und Krankheit ebenso. Krank sein kann gleichfalls die Seele zerstören, so wie Luxus. Doch in Luxus liegen besondere Gefahren für den Menschen. Zu leicht wird man korrumpiert und dekadent. Das stimmt. Oder genauer: Es liegt besondere Verantwortung im Luxus. In der Einstellung zu und dem Umgang mit Luxus.
Das Holiday beim heutigen Stoiker Metallica zitiert ist ja interessant. Den Text im Sinne von ‚Was du meinst es würde dich retten, überrollt dich‘ (No Leaf Clover) bezieht er zwar auf Menschen, die mit ihrem Reichtum nichts nachhaltiges anfangen können und am persönlichem Luxus an Persönlichkeit verlieren. Als Gegenbeispiel bringt er Krebskranke, welche nach dem Sieg über ihre Krankheit, davon sprechen dass sie die beste Zeit ihres Lebens hatten.
„Das verstehe wer will?“ formulier ich als Fragezeichen, was Holiday mit einem Satzpunkt beendete.
Ja, extreme Zeiten zeigen einem seinen Charakter.
Man wird geprüft in seinen Stärken und auf seine Schwächen. Die charakterliche Entwicklung in solchen Zeiten ist am intensivsten.
Ob es diese Zeiten, speziell Krankheiten, auch braucht für solche Entwicklungen, das sei mal dahingestellt.
Frank, Polyblob

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