Alles ist im Wandel

Der tägliche Stoiker vom 15.11.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„Denke möglichst oft daran, wie geschwind alles, was existiert und entsteht, an uns vorüberzieht und verschwindet. Denn das Sein ist wie die unendliche Strömung eines Flusses, die Tätigkeiten verändern sich fortwährend und die Ursachen nehmen immer wieder neue Gestalt an, sodass fast nichts zum Stillstand kommt.“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 5.23

Manchmal möchte man die Zeit anhalten. Genauso gut könnte man ins Flusswasser steigen und versuchen den Wasserstrom mit bloßen Händen aufzuhalten. Es ist nicht nur sinnlos, so zu handeln bringt auch noch nichts. Man selbst verändert sich dabei auch noch. Die Kleidung wird nass und schwer. Die Haut weicht auf. Letztendlich wird man fortgespült weil die Kräfte nachlassen.
Im sich selbst veränderten Strom der Zeit schwimmen, seine eigene Bahn nehmen. Das ist ein einzig möglicher Weg.
Wenn man innehält und den Strom betrachtet, zurückerinnert wie er gestern floß, möchte man meinen er ist stets der gleiche. Doch wiederholt er sich nicht. Das Wasser von gestern ist längst weiter, das von heute fließt ein wenig anders. Die Geschichte wiederholt sich nie komplett. Sie nimmt nur ähnliche Bahnen wenn sich nicht genug ändert. Es spielt keine Rolle ob individueller Zeitfluss, gesellschaftlicher oder gesamter.
Wie im Kleinem, so im Großem.
Frank, Polyblob

 

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