Zusammenstoß

Zusammenstoß im Kleines Spiel

Groteske Opereske in mehr als zehn Bildern
nach Kurt Schwitters

Der Astronom Virmula hat es berechnet: Der Weltuntergang steht kurz bevor.
Ein Stern rast auf unsere Erde zu! Er wird sie – voraussichtlich – verbrennen, und das schon übermorgen!
Da wird es höchste Zeit für Panik und Reibach, für Ruhm und Ordnung, für die große Liebe und für Bier.

Zum 70. Jubiläum präsentiert das Marionettentheater „Kleines Spiel“ fantastische Puppen in einem amüsant aufgeregten Stück rund um den stets aktuellen Wahnsinn unserer Welt.

Die kursiv geschriebene Inhaltsangabe habe ich mir gestattet von der Homepage des Theaters zu kopieren. Denn passender könnte ich es nicht formulieren. Nur noch etwas hinzufügen, wie etwa ein Zitat von der Bühne zu zitieren: „Wenn man sich fragt was ein Dadaist ist, dann ist man schon ein einer.“
Dazu die surrealen Bühnenbilder. Das Durchbrechen der Theatergrenzen in einer Bühnenszene. Apropo: das Durchbrechen der 4. Wand ist ja inzwischen nichts neues mehr. Aber durch sie hindurchkurven wie erlebt, das hat nach wie vor etwas besonderes.
Das klingt jetzt sehr schwer, doch die im Grunde tiefgründig philosophische Geschichte wird so leichtfüßig mit Charme, Witz und Liebe zum Detail erzählt, daß es eine Freude war die Vorführung erleben zu dürfen.

Eine mehr als gelungene Jubiläumsvorführung, welche ich mir gern ein weiteres Mal anschaue.
Beil der Gelegenheit möchte ich auch auf den unten aufgeführten Link zum Theater verweisen und darauf hinweisen das kein Eintrittspreis verlangt wird, doch dieses wunderbare Kleinod sich über Spenden finanziert, bei denen man nach der Vorstellung Gelegenheit hat mitzuwirken. Diese Theaterkunst wird ja ehrenamtlich, quasi ein Herzbluthobby, betrieben. Den Vergleich zu dem Preis einer Kinokarte zu ziehen, wie vom Intendant geäußert, ist mehr als fair.

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Zugegeben ist dieser Beitrag sehr subjektiv, doch wer eine Ader für die Kunst des Marionettentheaters für Erwachsene hat, kann dies nach einem Besuch vielleicht nachvollziehen.

Orthographische und grammatikalische Fehler bitte ich zu entschuldigen.

Comments

  1. Hallo, hier ist der Robert Engl. Gestern habe ich vielleicht nicht zu ausführlich mich ausgelassen über den „Zusammenstoß“. Also: großartig, eure technischen Einfälle – wie immer, und das Teetablett im „lasterhaften Herrn Tschu“ (1947) steht Pate auch heute noch, nur ist das noch perfekter jetzt, übersetzt auf das surreale Bild. Zur sichtbaren Technik noch dazu: der Sound mit Orgel und Trompete (Sohn Mathias); ist das alles das Werk vom Ralph? Außerdem die Lichteffekte!
    Nun aber eine kleine Kritik: Leider versteht man den Text kaum mehr, weil zuviel übertrieben wird im Tonfall. Ich glaube, das Surreale im Stück könnte gewinnen durch einen Gegensatz von Textvermittlung (natürlich) und Bild + Sound + Figur (surreal).
    Ich war glücklich oben im Juhe, und dass Hermann Bauer auch da saß, gereicht mir zur unverdienten Ehre!
    Gruß Robert – bis zum nächsten Mal.

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