Sommernacht-clubbesuch


Tja, da ist man nach dem WGT und nach langer Zeit mal wieder bei einer Clubveranstaltung und nach den ersten Liedern die ich so mitkriege fällt mir nur ein:
Der ultimative DJ-Dislike
Kopfhörer ans Smartphone anschließen, aufziehen, in der Mitte der Tanzfläche erscheinen und zu Witchery headbangend Solo-Moshen.
Youtubed mal „Burnin‘ Paradise“ von denen.
Oder „World Wide War“ von Ritual Carnage.
Kommt auch gut.

Möcht‘ jetzt nicht allzu bös‘ sein. Allen Anderen scheints ja zu gefallen. Der Veranstaltungsort mit Biergarten ist ja im Sommer auch eine super Sache. Aber wie ich jemanden ganz bestimmten vorhin auf Grund der musikalischen Lautstärke ans Ohr brüllte:“Schatz, hätte ich erst durch dich die schwarze Szene kennengelernt und es wär‘ unser erster Clubbesuch, ich hätt jetzt gesagt:’Also viel Spaß noch, wir bleiben dann ja in Kontakt und hören mal voneinander.‘
Aber ich kenn‘ ja schon besseres. Also rein musikalisch gesehen.
Möglich das ich ja noch WGT-verwöhnt bin. Ist ja auch schön sich im Freundeskreis zu treffen. Sollte man öfters machen.
Und sich die Namen der DJs merken.
Nur zur Sicherheit.

Gut, vielleicht haben die DJs nur einen schlechten Tag. Oder das Motto ‚Born to Rock‚ ist zu irreführend. Oder wir kamen zu früh mit zuviel teck-no-iden Uffta-Uffta und Future-Pop einlagen, um dann disruptiv von nicht passenden Gitarrengeschredder abgelöst zu werden. Als wenn es keine guten musikalischen Übergänge geben würde. Die besseren Lieder kamen sowieso erst später. Doch dank des gemütlichen Außenbereichs und günstigen Preisen ist Nachtgalerie auch gut geeignet für ein geselliges Beisammensein. Sollte ich die Durchsage richtig verstanden haben, findet diese Veranstaltungsreihe ab August regelmäßig einmal im Monat hier statt. Da kann man getrost der Veranstaltung noch mal eine Change geben. Zumindest im Sommer mit Biergarten eine gute Idee.

Andererseits wird es endlich wieder Zeit für ein Einkehren ins NERODOM. Vor allem nächsten Freitag mit dem Spezial ‚Szene Classics‚. Bekanntes und Bewährtes. Wahrscheinlich auch etwas für ältere Menschen. Wie mich.
Und hoffentlich wohl ohne eine basslastige Technoversion von ‚Destillat‘, wie vorhin erlitten. Von wegen Das Ich. Wohl eher Das Nicht! Atheismus hin oder her: Für solch einen Frevel gehören der Schöpfer solch Ohrenbeleidigendes wie dessen DiscJockey gekreuzigt. Und davor ausgepeitscht. Und danach auch. Also nach dem verdienten viertägigen Kruzifixierungstod.
Wobei viele Clubgäste wieder einmal die friedliche tolerante Einstellung der Szene zeigten und zu diesem „Lied“ tanzten. Sie hätten ja auch mit dem Steinigen anfangen können.
Gott, was bin ich heute wieder für ein böser Schelm.
Trotzdem war es eine schöne Art bei einer Geburtstagsfeier dabei zu sein.

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