Eine kleine Zwischenbilanz

Etwas über ein Jahr könnte es nun schon sein her sein, das ich nicht nur über Holidays Buch stolperte, sondern auch anfing damit zu arbeiten. Durchaus das eine oder andere Jahr länger, besuche ich bereits eine Philosophieschule. Ein genauer Zeitpunkt fällt mir da prompt nicht ein, wann wir unsere erste Schulstunde hatten. Allerdings habe ich auch nicht das Gefühl ob der Zeitpunkt des Beginnens in der Vergangenheit so wichtig wäre. Viel bedeutender für mich ist, wie sehr es mich verändert in einer dauerhaften Art und Weise. Wie ich bei meinen Themen bleibe. Mich selbst hinterfrage. Manchmal sogar bei Kleinigkeiten im Verhalten, jedoch mich dabei nicht grübelnd im Kreise drehend. Eher ob das jetzt so richtig war, wie ich gerechter wäre, wie ich meine Handlungsweisen verbessere. Um ganz allgemein formulierend aus dem alltäglichen Leben zu erzählen. Doch Philosophie ist weitaus mehr für mich als praktische Lebenshilfe, mehr als ein Ratgeber. Geht es doch sehr wohl um die eigenen inneren Werte, wie auch um das große Ganze. Letztendlich ist Philosophie zu einem Teil meines Lebens, zu einem Teil meiner Selbst geworden. Was zählt dann schon an welchem Tag ich damit aktiv und bewußt anfing?

Eine Zeit lang war ich schon ein wenig stolz auf mich täglich einen Stoiker zu reflektieren und zu kommentieren. Manchmal sogar etwas im Kalender vorzuarbeiten, um dann am entsprechenden Tag zu ‚veröffentlichen‘. Momentan ruht das Buch ein wenig, welches ich eigentlich so langsam mal an der medialen Theke vorstellen sollte, doch bedeutet dies nicht es wäre abgelegt und vergessen. Es ist mir wichtiger wie die Stoa in mir Gestalt hat und mich prägt und wie sie dabei wächst. Wenn ich mit den täglichen Lektionen weitermache, bin ich zwar nominell gnadenlos im kalendarischen Rückstand, doch habe ich nun mal mein eigenes Tempo. Zeitlich passend zum Buchaufbau zu philosophieren ist zwar was feines, doch ist die Liebe zur Weisheit doch mehr als ein Haken auf einem Kalenderblatt. Gut, hier bin ich wohl ein wenig gemein, denn so habe ich ja dies eben nicht gehandhabt: als einfaches abhaken von Zitaten.
Eine einzig gültige Weisheit, fest in Stein gemeißelt, gibt es nicht. Zumindest für mich nicht. So entdecke ich für mich Ideen, Konzepte – ja, Weisheiten – aus unterschiedlichen philosophischen Schulen, über die ich mehr erfahren will.
Philosophie ist sinnlos, wird sie nicht gelebt. Mein Weg führt mich auch an Plätze wie Aufgaben heran, für die ebenfalls gelernt, geübt und gearbeitet werden muss. Eine Wand spachtelt sich nicht von alleine und ich merke wie ich mich dabei im Grenzbereich zwischen Handwerker und Künstler bewege. Ein Bild malt sich nicht von alleine. Ein zweites Ehrenamt will ebenfalls vorbereitet sein. Zumindest will ich dies für mich in Anspruch nehmen und schon bin ich bei einem weiteren Buch, welches hier einmal besprochen werden sollte.
Verbessern gäbe es vieles. Den Blog wie mich selbst. Langeweile? Im Gegenteil, die Zukunft könnte noch viel interessanter werden. Also interessant nicht im Sinne jenes, in einem anderen Beitrag erwähnten, chinesischen Fluches. Nein, es wird sehr positiv spannend interessant.

Nun, da ja der Titel des Beitrags sich auf eine Zwischenbilanz bezieht = Besser werdend mit viel Raum nach oben. So sollte es auch sein.

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