Ein einfacher Weg, deine Tage zu zählen

Der tägliche Stoiker vom 15.12.2017
Inspiriert durch das Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday und daraus zitiert.

„So entwickelt man einen perfekten Charakter – indem man jeden Tag verbringt, als sei es der letzte – ohne Hast, ohne Faulheit, ohne Vortäuschung.“
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 7.69

Wäre es denn tatsächlich möglich so jeden Tag zu leben?
Ohne Hast, weil ja immer etwas zu erledigen gibt? Ja, möglich.
Ohne Faulheit, weil Geist wie Körper zwar Ruhe und Entspannung brauchen aber kein Versumpfen? Ja, klar.
Ohne Vortäuschung? Die häufigste Vortäuschung falscher Tatsachen, also lügen, soll ja die Antwort auf die mehr oder weniger Frage „Wie geht es dir?“ sein. „Danke, gut.“ oder so lautet die Antwort, auch wenn es einem nicht so ergeht. Dabei gibt es doch keinen Grund aus falscher Höflichkeit oder überkommenen Umgangsformen zu lügen. Die Diplomatie der Sprache erlaubt viele Zwischentöne ohne zu täuschen. Es ist zwar auch eine Frage des Zeitpunkts oder mit wem man sich unterhält. Doch statt Floskel wie wäre es mit einem ehrlichen „Könnt besser sein.“?
Oder „Ganz gut.“, „Ging schon besser.“, „Soweit alles in Ordnung.“, „Beschißen wie immer.“?
Nur so als Beispiele. Was mir gerade so einfiel.
Ich brauche mich nicht offenbaren. Ich brauche aber auch nicht einer anderen, sei die Person auch noch so unbekannt oder gar unsympathisch, Persönlichkeit ins Gesicht lügen.
Wenn ich mich bei etwas derart alltäglichem im Rahmen der Ehrlichkeit bewege, dann brauche ich sonst auch nichts vortäuschen.
Frank, Polyblob

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