Burn Hollywood Burn

Burn Hollywood Burn

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Oder was soll man sonst dazu sagen wenn der bayrische Landesministerpräsident mal wieder ein Ultimatum der Bundeskanzlerin zustellt?
Wäre Herr Seehofer nicht das ‚Bäumchen wechsel dich‘, ein flattriges Fähnchen in den Windböen der deutschen Politik, könnte man seine Ultimaten ja ernst nehmen. Doch erst von Unrecht reden, mit Verfassungsklage drohen und dann doch nicht vor Gericht ziehen. Um Kahnesk zu sprechen: Der Herr hat wohl nicht die Eier um der Frau mit den Eierstöcken entgegen zu treten und seinen Mann zu stehen.
Oder aber es ist so das alles was kommt Stimmungsmache ist; zur schnellen Befriedigung von potentziellen Wählern, nichts konstruktives, nur Erwartungen die geweckt werden (sofern Menschen nicht nachdenken über diese verbalen Hohlraumgeschosse) auf einfache Antworten und Lösungen für komplizierte Zusammenhänge.

Und deshalb enttäuscht werden.
Und dadurch den Boden bereitet für skrupellosere Politiker, welche die selben Hörner blasen, doch glaubwürdiger kommen.

Zuletzt (wenigstens für den Moment) nun dieser geistreicher Vorschlag, gelesen in der tz vom 14.92016, einen Wagen mit Journalisten vollzupacken und diesen als Zoll-Ping-Pong ins Ösi-Reich zu schicken und wieder heim zu holen. Ins Reich. Also ins CSU-Batzi-Reich. Solange bis der Grenzschutz den Wagen mal kontrolliert. Als wenn nicht schon vor der Flüchtlingsbewegung es organisierte Bettlerbanden und Einbruch- wie Räuberkartelle aus Ost- und Südosteuropa in Deutschland unterwegs gewesen wären. Aus purer sozialer Not oder reiner Habgier: so neu dürfte die Problematik von offenen Grenzen nicht gewesen sein. Sofern man sich dafür interessiert hätte. Und Lösungen beziehungsweise einen Anfang in der Bewältigung wäre nun auch schon vor Jahren möglich gewesen anzugehen. Sofern man nicht mehr an Polemik interessiert wäre als an realer Politik.

Man könnte meinen manch einer in der CSU hat mehr Angst vor der AfD als vor einem Anschlag.

Also:

Burn Hollywod Burn

Der Titel dieser Glosse ist einem Lied der Gruppe Public Enemy entlehnt, in dessen Lyrik es eigentlich um ein anderes Thema geht. Anderseits, wenn ich mich recht entsinne, doch auch sehr passend sein dürfte auf einer Metaebene.

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